Korsak der Steppenfuchs
Eigentlich glaubt man nicht ein Raubtier vor sich zu haben, viel zu niedlich ist der Korsak anzuschauen, dennoch ist er ein Steppenfuchs. Die Körperlänge von rund einem halben Meter und der bis zu 35 cm lange buschige Schwanz sowie die schönen spitzen Ohren mit dem grauen bis rötlichen Fell verstärken noch diesen Eindruck der Harmlosigkeit. Das tagaktive und lebhafte Tierchen war in früheren Zeiten durchaus bei Menschen als Haustier gern gesehen.

Im 18. Jahrhundert wurde der Korsak in Russland als Haustier gehalten. Seine Heimat sind Zentralasien, Ostasien bis zur Mongolei, Nordchina und Nordafghanistan. Er liebt die Halbwüste sowie die Steppenlandschaft.
Nomadengleich streift er umher, einen festen Wohnsitz meidet er dagegen. Seine Nahrung besteht aus kleinen Säugetieren, Vögeln, Insekten und er gibt sich auch mit pflanzlicher Kost zufrieden. Er wohnt meist in leer stehenden Behausungen anderer Tiere. Sein soziales Verhalten ist erstaunlich. Er jagt im Rudel und ist auch bereit seine Behausung zu teilen.
Sein schöner, warmer Pelz weckte im 19. Jahrhundert die menschliche Begierde. Sie jagten den armen Steppenfuchs und rotteten ihn dabei fast aus. Er meidet Wälder sowie die Kulturlandschaften des Menschen. Es ist somit kein Wunder, dass der kleine Kerl mehr und mehr aus seinen früheren Verbreitungsgebieten verschwindet.

Eine Tierart, der durch den Verlust ihres Lebensraumes das Aussterben droht.
Korsak der Steppenfuchs wird am Ende, wie so viele Tierarten, nur noch in Reservaten und Zoos zu finden sein.
© Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany
(Fotos+Text by Bernard Bonvivant)
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